Johann Gottwerth Müller: „Siegfried von Lindenberg – Komischer Roman“

"Es war einmal ein Edelmann im Pommerlande, der so viel Ahnen hatte als Tage im Monate, und ein Schloss, und ein paar Hufe Landes umher, und ein Dorf, wo Bauren drin wohnten, und etliche hundert Bäume, die er seinen Forst nannte, und sechs oder sieben räudige Köter, die hieß er seine Kuppel, und wer ihm … Weiterlesen Johann Gottwerth Müller: „Siegfried von Lindenberg – Komischer Roman“

Antioch Kantemir: „Im Chaos aber blüht der Geist …“

Antioch Kantemir ist der erste große russische Satiriker und in mancher Hinsicht ein Vorläufer Gogols. Er war der Sohn des Hospodaren der Moldau, Dimitrie Cantemir. Obwohl er Russland mit zweiundzwanzig Jahren in diplomatischer Mission für immer verließ, wurde er mit seinem literarischen Werk zum Begründer des russischen Klassizismus. In ganz Europa berühmt machten ihn seine … Weiterlesen Antioch Kantemir: „Im Chaos aber blüht der Geist …“

Lawrence Sterne: „Das Leben und die Ansichten Tristram Shandys“

Nicht die Dinge bringen Menschen in Verwirrung, sondern die Ansichten über die Dinge. "Sagt mir, ihr Neunmalweisen, wird es nicht anders werden? Werden wir nur immer an Umfang und nicht an Gehalt zunehmen? Sollen wir immer so weiter neue Bücher schreiben, wie Apotheker neue Mixturen machen, indem wir Wasser aus einem Gefäß ins andere gießen?" … Weiterlesen Lawrence Sterne: „Das Leben und die Ansichten Tristram Shandys“

Johann Gottlieb Schummel: „Spitzbart Eine komi-tragische Geschichte für unser pädagogisches Jahrhundert“

Schummel (1748-1813), von Beruf Lehrer, wurde durch seinen Roman "Spitzbart", erschienen 1779, in ganz Deutschland bekannt, unternahm er es doch, "die Idealenkrämer im Erziehungswesen in ihrer Blöße darzustellen". Inmitten einer Zeit, die von den pädagogischen Ideen Basedows, von der Erziehung zu einem abstrakten Idealismus und zu individueller Genialität fasziniert war, musste eine Satire auf alle … Weiterlesen Johann Gottlieb Schummel: „Spitzbart Eine komi-tragische Geschichte für unser pädagogisches Jahrhundert“

Bertolt Brecht: „Dreigroschenroman“

Der am 10. Februar 1898 geborene Bertolt Brecht war eine der größten dichterischen Kräfte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Er studierte zunächst Medizin und Naturwissenschaften, wandte sich jedoch bald dem Theater zu, wirkte als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen, dann als Regisseur bei Max Reinhardt in Berlin. Am Morgen nach der Nacht des Reichstagsbrandes floh er … Weiterlesen Bertolt Brecht: „Dreigroschenroman“

Clemens Brentano: „Baron von Hüpfenstich“

Clemens Brentano brennt in seinen Märchen ein Feuerwerk phantasievoller und witziger Einfälle ab, indem die satirischen Attacken auf die kleinstaatliche Fürstenherrlichkeit, den Adelsstolz heruntergekommener Geschlechter und die bezopfte Ehrwürdigkeit literarischer Autoritäten die prächtigsten Knallfrösche abgeben. Fabulierfreudige Ausschmückungen, geistreiche Wort- und Klangspiele überwuchern immer wieder üppig den Handlungsfaden. Er scheint sich zwischen den artistischen Arabesken zu … Weiterlesen Clemens Brentano: „Baron von Hüpfenstich“

Nikolai Gogol: „Die Toten Seelen“

"Ich möchte in diesem Roman ganz Russland zeigen, wenigstens von einer Seite", schrieb Nikolai Gogol, der als Begünder des russischen kritischen Realismus gilt, 1835 an seinen Freund Puschkin. Von ihm hatte er, wie auch für den 1836 mit großem Erfolg uraufgeführten "Revisor", die Idee für die Handlung der "Toten Seelen" übernommen. Aber wie setzte er … Weiterlesen Nikolai Gogol: „Die Toten Seelen“

Heinrich Böll: „Mein trauriges Gesicht“ – Humoresken und Satiren

HEINRICH BÖLL (geb. 1917): Meine Muse steht an der Ecke / billig gibt sie jedermann / was ich nicht will / wenn sie fröhlich ist / schenkt sie mir was ich möchte / selten hab ich sie fröhlich gesehen. // Meine Muse ist eine Nonne / im dunklen Haus / hinter doppeltem Gitter / legt … Weiterlesen Heinrich Böll: „Mein trauriges Gesicht“ – Humoresken und Satiren

William Makepeace Thackeray: Die Memoiren des Mr. C. J. Yellowplush

Seine Mutter, eine zweifelhafte unverehelichte Person, nannte ihn nach den gelben Plüschhosen eines herrschaftlichen Kutschers Yellowplush. Nach ihrem Tode wird der Knabe Diener und lernt die ach so vornehme Welt der viktorianischen Epoche kennen, ihre verlogene Sentimentalität und ihre Skrupellosigkeit. In diesem moralischen Klima greift Yellowplush, ein snobistischer Vorgänger des Felix Krull, zur Feder und … Weiterlesen William Makepeace Thackeray: Die Memoiren des Mr. C. J. Yellowplush

Dino Buzzati: „Die Mauern der Stadt Anagoor“

Dino Buzzati (1906 - 1972) gehört heute zu den zeitgenössischen Schriftstellern Italiens, die weit über die Grenzen ihres Landes bekannt sind. (...) Er gilt als Meister der phantastischen Erzählkunst, und um seinen Standort wenigstens in großen Umrissen zu bestimmen, sucht man nach literarischen Verwandten und erinnert dabei an E. T. A. Hoffmann, auch Stevenson, Poe. … Weiterlesen Dino Buzzati: „Die Mauern der Stadt Anagoor“