Bohumil Hrabal: Wollen Sie das goldene Prag sehen?

Eine skurrile Gesellschaft bevölkert diese Erzählungen: Versicherungsvertreter, Billettabreißer, Zugabfertiger, Kneipenwirte, Papierpacker, Leichenwäscher und Kulissenschieber - alles etwas kauzige, im Kern aber realistische Gestalten, die ihren Ahnherrn Schwejk nicht verleugnen. Sie bekommen vom Leben nichts geschenkt, diese "Bambini di Praga", die mit Mutterwitz und Selbstvertrauen den Widrigkeiten des Alltags begegnen. Sie lieben die Kunst, die ihnen … Weiterlesen Bohumil Hrabal: Wollen Sie das goldene Prag sehen?

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Fritz Rudolf Fries: Der Fernsehkrieg

Zeisig, der jüdische Händler, ist, um der faschistischen Verfolgung zu entgehen, in die Maske des Vertreters Engelhardt geschlüpft. Diese Verwandlung in eine fremde Existenz kostet das Opfer absoluter Selbstverleugnung, die Aufgabe der eigenen Identität. So kann sich der falsche Engelhardt auch nach der Befreiung nicht mehr zu seiner früheren Existenz zurückfinden, in der Mitarbeit zum … Weiterlesen Fritz Rudolf Fries: Der Fernsehkrieg

Edith Anderson: Leckerbissen für Dr. Faustus – Erzählungen

Ein Toter, der aus dem Grabe steigt, um seine leidenschaftliche Witwe zu trösten... Eine Vierzigerin, der die Liebe zu schaffen macht... Ein Eisenbahner, der Maler wird... Ein modernes Mädchen, das gegen seine Überzeugung heiratet... Ein kurioser Engel, der aus dem himmlischen Diplomatendienst entfernt wird... Eine entnazifizierte Intellektuelle, die weiterhin Scheuklappen trägt... Eine Familienmutter in einer … Weiterlesen Edith Anderson: Leckerbissen für Dr. Faustus – Erzählungen

Michael G. Fritz: Vor dem Winter

Eine Frau glaubt in einer Fremden die zurückgekehrte Geliebte ihres Mannes zu erkennen, die sie in der Nachkriegszeit durch eine Denunziation aus dem Wege geschafft hat. Ein Junge wird durch den plötzlichen Tod seines Vaters erwachsen und ringt sich zu einem großen Opfer durch. Ein Paar begegnet sich nach vielen Jahren wieder und macht die … Weiterlesen Michael G. Fritz: Vor dem Winter

Herbert Friedrich: Nachmittag eines Schriftstellers

Arnulf Straßberger hat gerade den ersten Satz zu seinem Roman über das alte Rom niedergeschrieben, als ihn familiäre Ereignisse zwingen, die Gedanken an die Historie abzubrechen und sich mit den Problemen des Hier und Heute auseinanderzusetzen; eine geschiedene Frau erfährt am Silvesterabend, den sie mit ihrem Freund feiert, daß sich ihre siebzehnjährige Tochter Neujahr verloben … Weiterlesen Herbert Friedrich: Nachmittag eines Schriftstellers

Der Granatapfelbaum – Moderne aserbaidshanische Erzählungen

Weit leuchtende, duftende Blüten und saftig-süße Früchte trägt der Granatapfelbaum, der in Freiheit und Sonne Triebe setzt. Das Märchen, dereinst werde das spärliche Bäumchen, das eng ummauert im Hof eines Stadthauses dahinkümmert, Blüten und Früchte tragen, geht so wenig in Erfüllung wie der Kindertraum von Gerechtigkeit und liebevollen menschlichen Beziehungen des Jungen in einer Umwelt … Weiterlesen Der Granatapfelbaum – Moderne aserbaidshanische Erzählungen

Marguerite Duras: Der Schmerz / Monsieur X

Marguerite Duras (geb. 1914) hat ein Jahr nach ihrem Erfolgsroman "Der Liebhaber" (1984) diese beiden früheren, ebenfalls autobiographischen Texte vorgestellt. Der Schmerz, dem sie in der ersten Erzählung Wort verleiht, bedeutet die Trauer, eine Liebe wider bessere Absicht nicht mehr leisten zu können. Den Mann nicht mehr zu begehren, dessen Rückkehr aus Buchenwald sie im … Weiterlesen Marguerite Duras: Der Schmerz / Monsieur X