Harry Thürk: „Dien Bien Phu“

Indochina Mitte 1953. Aus Paris erscheint ein neuer Oberkommandierender, General Navarre. Er ist entschlossen, dem Kolonialland Frankreich seine südostasiatische Domäne zurückzuerobern, in der es inzwischen eine Volksregierung gibt. Ihre Forderung nach Respektierung der Unabhängigkeit soll mit Geschützfeuer, Napalm und Fliegerbomben erstickt werden.
Dem ehrgeizigen Militär schwebt eine spektakuläre Feldschlacht vor. Er wählt Dien Bien Phu, nahe der laotischen Grenze, zum Schauplatz.
Dann beginnt um den Talkessel, in dem die Franzosen aus einer bedeutungslosen Siedlung eine Festung machen, das blutige Ringen, mit dem das Ende der französischen Herrschaft in Indochina eingeleitet wird.
Die historische Niederlage der waffenstarrenden Kolonialmacht Frankreich gegen eine Armee, die die Granaten für ihre Kanonen noch auf Fahrrädern an die Front transportiert, ist unabwendbar.
Aber im Hintergrund ziehen die USA ihre Fäden. In die Fußstapfen der abgezogenen französischen Kolonialsoldaten senken sich bereits in Saigon, tausend Kilometer südlich von Dien Bien Phu, die Kreppsohlenschuhe der ersten US-Kommandos, deren Befehlshaber glauben, eine fette Erbschaft angetreten zu haben …

Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik (VEB), Berlin

1. Auflage, 1988

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