Eva Strittmatter: "Briefe aus Schulzenhof"

Diese Sammlung von Briefen, Korrespondenz eines Jahrzehnts, enthält ein Kompendium an Lebensäußerungen. Individualität, Beruf sowie ästhetisches Credo von Eva und Erwin Strittmatter zeigen sich im Reiz der Dokumentation. Härte und Beglückung, Fleiß und Besessenheit – Pole des literarischen Schaffensprozesses – finden ihren Ausdruck. Aber die Briefe entwerfen auch ein Bild vom Alltag in Schulzenhof, sie hinterlassen den Eindruck von Reisen, sie vermitteln den Widerspruch zwischen Fernweh und Verwurzelung in der märkischen Landschaft, antworten auf Leserzuschriften und kennzeichnen Beziehungen zur Umgebung und zu Freunden. Erwin Strittmatters Arbeit von 1965 bis 1975 wird reflektiert; gleichzeitig enthüllt sich die Persönlichkeit der Schreiberin. Doch ihre Briefzeugnisse sind keine Selbstdarstellung, sie liefern stets einen Hintersinn: Sie offerieren Allgemeingültigkeit, Welthaltigkeit, Kunst- und Naturbetrachtung und die Hochachtung vor Humanem und Humanität.

Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar

2. Auflage, 1979 (1. Auflage 1977)

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