Helmut Bürger: Auf nach Mauretanien

Rentz war sich ganz sicher, als er Edda beruhigte: „Kollegin Brandt – die kenne ich. Die hat Verständnis.“ Was war denn schon passiert. Eine Kollegin hatte sich verspätet. Und ein Streich war inszeniert worden. Streiche würde es in der Schule immer geben.
Rentz hätte voraussehen müssen, daß Sieglinde Brandt der Absolventin Edda Stein ablehnend gegenüberstehen würde. Noch ahnt er nicht, wieviel Unruhe durch Edda über ihn hereinbrechen wird, wie sehr er sein bisheriges Leben in Frage stellen muß. Erst allmählich begreift er, daß er nahe daran war, seinen Kindheitstraum von Mauretanien aufzugeben: immer wieder Neues zu entdecken und sich neue Ziele zu setzen. Und er braucht lange, ehe er sich für eine der beiden Frauen entscheiden kann und sich darüber klar wird, was für ihn Glück bedeutet.

Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale), 1976
Schutzumschlag: Heinz Handschick

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