Arkadi Gaidar: Tschuk und Gek

Sie waren allgegenwärtig in den Kinderzimmern: „Die kleinen Trompeterbücher“. Diese Kinderbuch-Reihe aus dem „Kinderbuchverlag Berlin“ für Leser ab 8 Jahren, erfreute sich großer Beliebtheit. Die Bücher im Format 15 x 10,5 kosteten 1,75 Mark bzw. 2,40 Mark für den Doppelband. Einige wurden sogar verfilmt. Der Name der Reihe geht auf Fritz Weineck zurück, der nach dem gleichnamigen Lied als „Der kleine Trompeter“ bekannt war.

„Tschuk und Gek“ von Arkadi Gaidar (Übers. aus d. Russ. von Max Hummeltenberg) mit Illustrationen von Kurt Zimmermann erschien 1961 als Band 18 in der Reihe „Die kleinen Trompeterbücher“ im „Kinderbuchverlag Berlin“. Es ist wohl eines der populärsten Kinderbücher dieser Reihe.

Tschuk und Gek sind zwei muntere Jungen und wie alle Geschwister streiten und versöhnen sie sich. Es kommt vor, dass die Mutter die zwei Streithähne auf verschiedene Zimmer schickt, wenn es ganz zu toll ist. Der Vater der beiden Moskauer Jungen Tschuk und Gek arbeitet im hohen Norden. Er bekommt zum Jahreswechsel keinen Urlaub, obwohl er bereits seit einem ganzen Jahr nicht bei seiner Familie war. Er lädt Frau und Kinder zu sich ein, obwohl das eine sehr weite und sehr anstrengende Reise ist. Bei einer Rangelei zwischen den Jungen in der Abwesenheit der Mutter, fällt eine Blechkiste, in der ein ungelesenes Telegramm des Vaters liegt, der alle drei auffordert, die Reise zu verschieben, im Tiefschnee unter dem Fenster. Die Jungen finden die Kiste nicht und beschließen zu schweigen. Sie wollen nur dann etwas verraten, wenn die Mutter fragt. Aber kann die Mutter nach etwas fragen, von dessen Existenz sie gar nichts weiß?

So kommt es, dass die Drei mit dem nötigen Gepäck ausgerüstet, den Fernzug besteigen, der Tausende Kilometer zurückzulegen hat bis zu der Station, wo der Vater auf sie warten wollte. Der Vater ist weder an diesem Bahnhof, noch ist er in der kleinen Geologen-Station, wo er mit neun weiteren Männern und einem Wächter arbeitet. Der Wächter erzählt von dem Telegramm, dass er eigenhändig zur Bahnstation gebracht hat. Jetzt erfährt die Mutter der Knaben davon. Doch Jammern und Schimpfen hilft wenig. Es gilt, das Leben in dieser absoluten Einsamkeit zu organisieren. Der Wächter bringt die drei Besucher in seiner Behausung unter: Er schläft auf dem Ofen, sie zu dritt in der Bettstatt. Während der Wächter dem Vater die Nachricht von der Ankunft seiner Familie überbringt, sorgt Gek für Aufregung. Er ist verschwunden und die Mutter befürchtet, dass er in den Wald gelaufen ist, in dem die Wölfe leben. Sie schnappt sich die Flinte des Wärters und sucht ihn. Als der Wächter zurück ist, sieht er die verzweifelte Mutter und sofort befielt er seinem Hund, Gek zu suchen. Der Hund aber verlässt das Zimmer nicht, bleibt vor einer Truhe stehen. In dieser Truhe findet er den schlafenden Gek. Dort hatte er sich versteckt, als die Mutter und Tschuk Wasser holten. Jetzt wird die Familie ins Zimmer des Vaters gebracht, der pünktlich zum Neujahrsfest zurück sein will. Der Wächter geht in den Wald und kommt mit einer wunderschönen Tanne zurück. Man bastelt Baumschmuck und bereitet das Zimmer vor. Und tatsächlich, der Vater kommt mit den anderen Männern pünktlich zum Neujahrsfest zurück. Alle feiern gemeinsam, ein besinnliches aber auch lustiges Neujahrsfest.

  • Kinderbuchverlag Berlin 1961
  • Die kleinen Trompeterbücher, Band 18

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