Alois Jirásek: Die Hundsköpfe

Von alters her erfreuen sich die Choden – an der bayrisch-böhmischen Grenze zu Hause – besonderer Rechte, weil sie diese Grenze schützen. Sie sind frei, nur dem König untertan, brauchen keine Frondienste zu leisten und haben ihre eigene Gerichtsbarkeit. Nach ihrer Fahne, die ein Hundekopf ziert, werden sie allgemein die Hundsköpfe genannt. Doch am Ende des 17. Jahrhunderts ändert sich das, denn diese Freiheit ist dem allgegenwärtigen Grundherrn Lamminger seit langem ein Dorn im Auge. Mit kleinen Sticheleien beginnt er die Choden zu drangsalieren, die Hundsköpfe wehren sich, die Kämpfe weiten sich aus, und während der Anführer der Choden beim Kaiser ihrer aller Rechte sucht, aber verhaftet wird, bricht zu Hause der offene Aufstand aus, der niedergeschlagen wird. Der Anführer der Choden wird zum Tod verurteilt. Unterm Galgen prophezeit er Lamminger dessen baldiges Ende.

Verlag Neues Leben Berlin, 1985
Illustrationen: Hans-Christoph Rackwitz
Spannend erzählt 198

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