Ivan Olbracht: Anna

Jung und unerfahren kommt Anna, ein einfaches Mädchen vom Lande, nach Beendigung des ersten Weltkrieges aus ihrem Heimatdorf nach Prag, in die große, fremde Stadt, die voller Gefahren für ein schutzloses Mädchen ist, wie ihr die Frau Baumeister Rubes, ihre „Herrschaft“, täglich vor Augen hält. Erst als es Anna dank der resoluten Marena aufgeht, was es mit diesen Schauergeschichten in Wahrheit für eine Bewandtnis hat, öffnen sich ihr auch die Augen für den moralischen Schmutz, der sich hinter der bürgerlichen Wohlanständigkeit der Familie Rubes verbirgt: sie begreift, warum der Baumeister seinen Sohn durch Detektive verfolgen läßt und warum Anna für Dadla, die Tochter, heimlich Briefe bestellen muß.

Doch eine andere, eine neue Welt tut sich vor Anna auf, als der junge Gießer Tonik aus den Kolbenwerken in ihr Dasein tritt. Sie wird seine tapfere Lebensgefährtin, sie erlebt das Glück der Mutterschaft, teilt mit Tonik und seinen aufrechten Genossen alle Not und kämpft mit ihnen für eine bessere Welt.

Rütten & Loening Berlin 1964

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