Wassil Bykau: Zeichen des Unheils

In einer spannenden Romanhandlung erleben wir ein bäuerliches Ehepaar in direkter Konfrontation mit deutschen Besatzungssoldaten, die sich auf ihren kleinen Hof einquartiert haben. Der bedrückende Alltag offenbart die gegensätzlichen Charaktere der beiden alten Leute: Pjatrok will seine Ruhe und glaubt sie durch Dienstbereitschaft erkaufen zu können, Szepnida will Widerstand leisten – beide müssen in der Rechtlosigkeit der Okkupation scheitern. Besonders belastend sind die Quälereien der einheimischen Kollaborateure. Die unterschiedlichen Gründe, warum sich überhaupt Belorussen fanden, die den Deutschen dienten, versucht Bykau mit einem Rückblick in die jüngere Geschichte des Dörfchens Wysselki aufzuhellen. Der Roman steigert sich zum dramatischen Finale, in dem ein Bombenblindgänger eine besondere Rolle spielt und Menschen bis an die letzten Grenzen ihrer Möglichkeiten gehen.

Verlag Volk und Wissen 1984

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