Karl Laux: Nachklang – Rückschau auf sechs Jahrzehnte kulturellen Wirkens

Der Untergang Dresdens wurde zur tiefen Zäsur im Leben des Dr. Karl Laux, hieß ihn überdenken, was er bis zu dieser Stunde gedacht und getan hatte. 1896 als Sohn einer pfälzischen Kleinbürgerfamilie geboren, entdeckte er schon früh seine Liebe zur Musik. Der erste Weltkrieg erregte anfangs seine Begeisterung, bald aber folgten Ernüchterung und Zweifel. Laux nutzte die Gefangenschaft zu ersten musikwissenschaftlichen Studien, die er dann als „Werkstudent“ in Heidelberg abschloß. Als Musikkritiker in Mannheim entwickelte er sich bald zu einem der profiliertesten Fürsprecher der „Neuen Musik“, wie sie damals vor allem auf den Musikfesten in Donaueschingen und Baden-Baden gepflegt wurde. Sein Engagement dafür brachte Laux in Opposition zu den Nazis, die er haßte, ohne gegen sie zu kämpfen.

Als sein Leben im brennenden Dresden schon zu Ende schien, begann es eigentlich neu. Deutsche Kommunisten und sowjetische Kulturoffiziere reichten dem bürgerlichen Wissenschaftler die Hand und erschlossen ihm eine neue Welt. Dem tiefen Wandel seiner Lebensansichten folgte die Erfüllung seines größten Lebenswunsches, als Professor und Rektor einer Musikhochschule die Jugend für seine Kunst zu begeistern. Erinnerungen an Konzertsaal und Theater, Begegnungen mit bedeutenden Komponisten und Interpreten machen diese Lebensgeschichte zugleich zu einem Stück Wirkungsgeschichte der Musik in unserem Jahrhundert.

Verlag der Nation 1977

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