Lion Feuchtwanger: Die Geschwister Oppermann

In der Nacht zum 1. März 1933, vierundzwanzig Stunden nach dem Reichstagsbrand, verläßt Dr. Gustav Oppermann auf dringenden Rat eines Freundes sein Vaterland. Der Seniorchef des Berliner Möbelhauses in der Gertraudtenstraße ist mit sich unzufrieden. War seine Flucht ins Ungewisse überlegt? Sollte man die Drohungen der Nazis ernst nehmen? Gewiß, seit Hindenburg ihren Führer zum Reichskanzler ernannt hatte, gab es auch im Kreise der Geschwister besorgte Mienen. Doch was sollte ihm, der sich nie um politische Dinge kümmerte, schon geschehen?

Der einsame Mann in der Schweiz, der diesen Gedanken nachhängt, wird durch Nachrichten aus der Heimat wachgerüttelt: In der gleichen Nacht, in der er Berlin verließ, ging sein Neffe, der siebzehnjährige Gymnasiast Berthold Oppermann, in den Tod. Edgar, der jüngste Bruder, der bekannte Chirurg, wurde von SA-Leuten aus der Klinik gejagt. Martin, Bertholds Vater, ist verhaftet.

Da begreift der unsichere, unschlüssige Dr. Oppermann, daß etwas getan werden muß. Illegal kehrt er nach Deutschland zurück; doch sein hoffnungsloser Versuch endet im Konzentrationslager Moosach, aus dem Freunde nur noch einen Sterbenden retten können.

Aufbau-Verlag Berlin 1957

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