Karla El-Hassan, Helga Militz: 26 kanadische Erzähler

Die Literatur Kanadas, des zweitgrößten Landes der Erde, wird im wesentlichen von den Schriftstellern der beiden vorherrschenden Kulturkreise repräsentiert. Unterschiedliche historische Wurzeln und geistige Traditionen bestimmen den Charakter der anglophonen und frankophonen Belletristik. 

Die „Kanadischen Erkundungen“ versuchen, mit Texten, die überwiegend in den siebziger und achtziger Jahren entstanden, die Umrisse einer literarischen Landschaft nachzuzeichnen. Autoren wie die 1983 verstorbene Gabrielle Roy und Margaret Atwood, Yves Thériault und Leo Simpson sind inzwischen weltbekannt. Andere, der jüngeren Generation angehörende Erzähler sind noch auf der Suche nach Themen und Ausdrucksmittel. Gemeinsam ist ihnen das Engagement, besorgniserregende oder nachdenklich stimmende Tatbestände in ihrer Umwelt aufzuhellen, sei es nun die Einsamkeit oder die im Alltag verborgene Grausamkeit, heuchlerische Konventionen oder der schmerzlich empfundene allseitige Kommunikationsverlust. Der liebenswerte Schnorrer, die verbittert über ihr Leben reflektierende Arbeiterin, der skrupellose Waffenhändler, aber auch die attraktive Gespielin einer Liebes-Kooperative – sie alle sind einfühlsam charakterisierte, lebendige Repräsentanten einer Wirklichkeit, die dem Leser kritisch, humorvoll oder satirisch vorgeführt wird.

Verlag Volk und Welt 1990
Erkundungen

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