Roland Links: 35 Schweizer Erzähler

Die Schweiz hat vier unterschiedlich große Sprachbereiche. Man spricht dort französisch, italienisch, rätoromanisch und deutsch, und überall gibt es Hoch- und Umgangssprachen und dazu zahlreiche Abwandlungen. „Die“ Schweizer Literatur – eine Nationalliteratur geläufigen Sinnes – existiert nicht, auch nicht als Summe ihrer Teile. Wie jede der vier Sprachen kann auch jede der Literaturen „Schweiz“ repräsentieren, aber nur, wenn man die anderen mitdenkt, sich also jeweils des Bruchstückes bewußt wird. So und nur so kann auch diese Anthologie als repräsentativ gelten. Sie kann nur einen Teil wiedergeben. Genauer: Nur den Teil eines Teils, denn es sind nur die deutschsprachigen Erzähler und von ihnen nur jene, die sich seit dem zweiten Weltkrieg bis zum Beginn der siebziger Jahre einen Namen zu machen vermocht haben.
Der Serien-Titel „Erkundungen“ war dieser Sammlung in mehrfacher Hinsicht Verpflichtung und Maßstab. Der Herausgeber hat zu erkunden versucht, wieviel Autoren mit wie vielen Werken an die Öffentlichkeit getreten sind und welche von ihnen berücksichtigt werden mußten, und natürlich hat er sich für Erzähler entschieden, die ihrerseits die Wirklichkeit erkunden. Auf diese Weise hat er Werke von 35 deutschsprachigen Schriftstellern der Schweiz ausgewählt.

Verlag Volk und Welt Berlin 1974
Erkundungen

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