Nikolai Bogdanow: Das erste Mädel

Keiner hatte sie geworben – sie kam von allein. Sie kam und trat in die winzige Zelle ein, die alles in allem aus sieben unansehnlichen Jungen, ein paar vergilbten Broschüren und einem aus Kork geschnitzten Stempel bestand. So beginnt die ungewöhnliche Geschichte eines ungewöhnlichen Mädchens in einer außerordentlichen Zeit. Es ist die Geschichte der Sanja Jermakowa, die zu Beginn der zwanziger Jahre, als die Weißen, die Kulaken, die ausländischen Interventen die Sowjetmacht bedrohten, als erstes Mädel in die kleine Komsomolzelle des Dörfchens Gridnja eintritt. Mut, viel Mut gehörte dazu, in jenen schweren Jahren, aber den hat die schöne Sanja. Manchmal hat sie fast zu viel Mut, bindet mit zu vielen Feinden an. Hinterhältige, grausame Rache nehmen diese an dem aufrechten Mädchen, das fast daran zerbricht. Die Jungen der Zelle bringen Sanja durch ihr Vertrauen wieder in die richtige Bahn. Bald ist sie wieder Mittelpunkt der Auseinandersetzungen zwischen dem Neuen, Zukünftigen und dem Alten, Überlebten.

Verlag Neues Leben Berlin, 1962

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