Jochen Hauser: Zwei Krähen fliegen aus

Ist es möglich, daß zwei Jungen, die sich gerade kennengelernt haben, Feinde sind? Bloß weil der eine rote Haare hat und der andere ein Brötchen Schrippe nennt? Jens und Martin jedenfalls sind sich nur in einem einig: daß der andere blöd ist. Mia dagegen findet jeden in seiner Art ganz in Ordnung. Aber ihre Versuche, … Weiterlesen Jochen Hauser: Zwei Krähen fliegen aus

Eliza Orzeszkowa: Marta

Mit dem kleinen Roman "Marta" gelang der polnischen Schriftstellerin Eliza Orzeszkowa (1841–1910) vor über hundert Jahren der Durchbruch zu weltweiter literarischer Anerkennung. Die Geschichte der Marta Swicka, die, aus "gutem Hause" stammend, in der Wärme wohlbehüteter Verhältnisse aufgewachsen, sich plötzlich gezwungen sieht, für sich und ihr Kind einen ermüdenden Kampf um die nackte Existenz zu … Weiterlesen Eliza Orzeszkowa: Marta

Erhard Engler: 38 brasilianische Erzähler

Das Bild Brasiliens wird geprägt durch flimmernde Klischees und hastige Superlative: erstklassiger Fußball, zündende Samba-Rhythmen, überschäumender Karneval, die "grüne Hölle des Amazonas", die Metropole aus der Retorte Brasilia. Diese literarischen Erkundungen wollen das Land nicht etwa entzaubern oder seine exotischen Reize und strahlenden Schönheiten als Blendwerk abtun. Statt dessen möchten sie das Einzigartige, Unverwechselbare genauer … Weiterlesen Erhard Engler: 38 brasilianische Erzähler

Joachim Ringelnatz: Mein Herz im Muschelkalk

"Ringelnatz gab sich schwer", schrieb der Schauspieler Paul Wegener im Dezember 1935 über den ein Jahr zuvor verstorbenen Freund, "er war verschlossen und spröde, wie es überzarte Menschen meistens sind... Und diese selbe zarte Seele dichtete den wüsten ,Kuttel Daddeldu und die Seemannsbraut' usw. und stand, die Flasche in der Hand, auf den Kabarettbühnen?" Was … Weiterlesen Joachim Ringelnatz: Mein Herz im Muschelkalk

Mildred D. Taylor: Donnergrollen, hör mein Schrein

Oktober, Unterrichtsbeginn. Zu Fuß machen Cassie und ihre drei Brüder sich auf den einstündigen Schulweg, der sich zwischen Wäldern und Baumwollfeldern hinzieht. Da braust der Bus der weißen Kinder an ihnen vorbei und hüllt sie in eine Wolke aus rostrotem Staub. Doch ein paar Wochen später bleibt dieser Bus in einem Schlammloch stecken...Episoden aus dem … Weiterlesen Mildred D. Taylor: Donnergrollen, hör mein Schrein

Gertrud Bradatsch: Immer alt und immer neu – Prager Impressionen

"Sie werden sich ärgern. Sie haben das kleinste Haus von Prag nicht gesehen, und der Zug hat Verspätung.Aber so ist das Leben, man sieht und erlebt so vieles nicht."Der Mann amüsiert mich wie am ersten Tag. "Sind Sie Pessimist?" fragte ich.Er lachte. "Ich - Pessimist? Ich bin Prager. Und wissen Sie, was man von uns … Weiterlesen Gertrud Bradatsch: Immer alt und immer neu – Prager Impressionen

Harald Poelchau: Die letzten Stunden – Erinnerungen eines Gefängnispfarrers

"Graf Alexander Stenbock-Fermor hat hier die Erinnerungen Harald Poelchaus niedergeschrieben, des Gefängnispfarrers von Tegel, der auch in Plötzensee und Brandenburg-Görden wirkte. Aus dem Munde eines Berufenen, der die letzten Stunden mit zahllosen zum Tode Verurteilten verbrachte, erfahren wir Dinge, in die bisher kaum jemand Einblick hatte. Vielen deutschen und ausländischen Widerstandskämpfern stand Harald Poelchau zur … Weiterlesen Harald Poelchau: Die letzten Stunden – Erinnerungen eines Gefängnispfarrers

Heinz Kruschel: Das Mädchen Ann und der Soldat

Die Männer schauen ihr nach, der hübschen blonden Ann Plitzko: Und Ann weiß, daß sie gefällt. Da ist der junge Dornbusch, der Sohn vom Tierarzt, Konstantin Weber vom Städtischen Theater und schließlich der Ingenieur Werner Lorenz - sie alle wollen in ihrem Leben eine Rolle spielen. Doch Ann hat genug von diesen Liebeleien, die stets … Weiterlesen Heinz Kruschel: Das Mädchen Ann und der Soldat

Hans Petersen: 30 irische Erzähler

Dieser Band stellt Kurzprosa vor, die in einem Zeitraum von etwa zwanzig Jahren in der Republik Irland und in Nordirland entstanden ist. Die einbezogenen Schriftsteller repräsentieren unterschiedliche Strömungen und Tendenzen, sie bieten Traditionelles, Neues und Versuche in neue Richtungen, nicht aber literarisch fixierte Mißverständnisse über die Aufgabe des geschriebenen Worts. Der Radius ihrer Erkundung ist … Weiterlesen Hans Petersen: 30 irische Erzähler

Marguerite Duras: Der Schmerz / Monsieur X

Marguerite Duras (geb. 1914) hat ein Jahr nach ihrem Erfolgsroman "Der Liebhaber" (1984) diese beiden früheren, ebenfalls autobiographischen Texte vorgestellt. Der Schmerz, dem sie in der ersten Erzählung Wort verleiht, bedeutet die Trauer, eine Liebe wider bessere Absicht nicht mehr leisten zu können. Den Mann nicht mehr zu begehren, dessen Rückkehr aus Buchenwald sie im … Weiterlesen Marguerite Duras: Der Schmerz / Monsieur X