Eberhard Panitz: Die Moral der Nixe

Unwirkliches scheint zu geschehen: Ein Mann, 40, Ehegatte und zweifacher Vater, Professor für Ethik, bricht aus dem festen Maß seines Lebens und Denkens und trifft an einem verträumten märkischen See auf das Maßlose, Ungewöhnliche. Eine Nixe? „Was weiß denn ein ordentlicher Professor für Moral, wie wir heute wirklich leben, lieben und moralisch sind?“ hat daheim die Studentin den Professor attackiert. Nun bestürzt ihn dieses anfangs scheinbar fischschwänzige, dann ganz weibliche Etwas, das ihm eines Abends an der Angel und nicht nur am Arm hängt, auf andere Weise: „Ist es nicht besser, keine Moral zu haben, als sie zu verleugnen?“ Glück also, solange es dauert? Die Erfahrungen dieses Sommers hinterlassen den Professor aufs tiefste betroffen und stellen ihn vor die offenbar schwierige Aufgabe, sein Leben, Denken und Lehren neu zu ordnen.

Spielerisch, mit manchen Mitteln des Märchens, der Sage, erzählt Eberhard Panitz eine Variation von der ältesten, jüngsten Geschichte zwischen Mann und Frau. Wenn das möglich wäre: Ein Professor für Moral trifft an einem fernen märkischen See eine Nixe ohne Moral?…

Mitteldeutscher Verlag Halle-Leipzig 1978
Illustrationen: Gitta Kettner

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