Klaus Jarmatz: Literatur im Exil

Literatur im Exil

Deutsche Schriftsteller im Exil – geächtet – losgerissen vom Heimatboden – kämpfend mit den Sorgen ums Dasein – gejagt von einem Land zum anderen und doch rastlos tätig – schreibend – redend, um den Glauben an das andere, das gute Deutschland nicht untergehen zu lassen – die Leiden, den Kampf, die Entwicklung jener aus gutem Grund Verjagten behandelt dieses Buch.

Die Bedingungen, unter denen die Emigranten leben mußten, waren für alle annähernd die gleichen, doch unterschiedlich war die Art der Reaktion auf dieses Leben in den Werken der einzelnen. Klaus Jarmatz zeigt die Gruppen der Kapitulierenden, der Resignierenden, der unbegründet Optimistischen und der um eine bessere Zukunft Wissenden, derer, die sich aufgaben, weil sie die Heimat aufgegeben hatten, und derer, die kämpften, weil sie in einer Volksfront der antifaschistischen Kräfte, an deren Schaffung sie entscheidenden Anteil hatten, einen Weg für die Heimat sahen. Doch nicht ein bloßes Bild der Emigrantenliteratur wird vermittelt, sondern – und das ist das Hauptverdienst des Autors – ihre Stellung in der Literaturentwicklung wird herausgearbeitet und in der Auseinandersetzung mit den literaturtheoretischen Schriften Georg Lukács eindeutig bestimmt: Die deutschen Schriftsteller im Exil schufen ein neues Menschenbild, sie bewahrten die besten Traditionen der deutschen Literatur und wirkten mit am Entstehen einer neuen deutschen Nationalkultur.

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