Roman-Zeitung

20180920_173521

Die Roman-Zeitung war eine Heftreihe, die einmal monatlich im Verlag Volk und Welt erschien. 487 Hefte wurden bis 1990 herausgebracht, plus sechzehn Sonderhefte.

Ab 1949 erschien sie im Verlag Tägliche Rundschau und sollte zuerst nur der Bekanntmachung sowjetischer Literatur dienen. Der Verlag Volk und Welt übernahm die Reihe ab Heft 36 (Mitte 1952) und das Spektrum wurde auf Autoren anderer Literaturen erweitert.

100 bis 200 Seiten dick war ein Heft. Es wurden Romane aus den verschiedensten Richtungen vorgestellt, die zumeist auch gebunden erschienen waren: Klassiker, Krimis, Science Fiction, Gegenwartsliteratur, Satire. Veröffentlicht wurden unter anderem Werke von Patrick Süskind, Goethe, Stanislaw Lem und Dostojewski.

Sie hatten ein DIN A5-Format, die ersten ungefähr 350 Hefte waren etwas länger. Das Heft hat eine Klebebindung und der Umschlag ist äußerst dünn kartoniert. Die Seiten sind zweispaltig bedruckt.

Für die Cover waren nur wenige Zeichner tätig. Die ersten Nummern waren von Ingrid Schuppan oder Gübter Wongel, später dann von Klaus Müller, ab den 400er Nummern stammten sie von Angelika Rößler.

Auf der letzten Seite gab es ein Bild des Autors und seine Kurzbiografie. Auf der Rückseite befand sich eine Leseprobe der nächsten Ausgabe.

Die Roman-Zeitung kostete 80 Pfennig und wurde nicht im Buchhandel, sondern am Zeitungskiosk verkauft. Es handelte sich um eine besonders preiswerte Methode, mit geringem Aufwand Nachauflagen begehrter Titel in hoher Stückzahl zu produzieren. Vereinzelt erschienen jedoch auch Originalausgaben und Erstübersetzungen.

Eine Auflistung findet sich bei Wikipedia.

Werbeanzeigen

11 Kommentare zu „Roman-Zeitung

  1. Bei dem Verlag fällt mir auf Anhieb die Reihe „Volk und Welt Spektrum“ ein. Die Romanzeitungen habe ich nicht oder selten gelesen, aber interessant war es auf jeden Fall, dass für billiges westliche Lizenzen gedruckt wurden. Demnächst stelle ich hier ein Buch über das Schicksal der DDR – Verlage nach der sogenannten Wende vor. Das war ja abenteuerlich und die allerbeste Rolle hat da die Treuhand, aus meiner Sicht auf jeden Fall, nicht gespielt.

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Anne, über die manchmal ungeliebte, unverständliche und unlogische Arbeit der Treuhand kann man sicherlich viel und lange diskutieren – nur eben ohne Erfolg. Leider!! Aber so ist Geschichte. Die 250 Verlage halte ich für ein Gerücht, werde das aber genau prüfen. Ich muss dieses doch eher trockene Fachbuch erst mal lesen. Georg

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s